Liebe Grüße von der Chemofront

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1/3 vorbei!!!!!!

Mal wieder drei Stunden im Krankenhaus verbracht. Egal, hauptsache, ich krieg die Chemo ambulant. Dafür würde ich alles machen… Manche Frauen müssen 48 Stunden bleiben. Dagegen werde ich mich wehren so lange es geht. Heut Mittag war ich dann auch noch recht fit. Jetzt bin ich gerade aus meinem Dornröschenschlaf aufgewacht. Eigentlich sollte ich noch zur Apotheke, aber dieses mal muss ich glaub zum ersten mal telefonisch bestellen. Die 5 Gehminuten pack ich nicht. 3 Stunden Chemo und um 60 Jahre gealtert. Herzlichen Glückwunsch 😀

Dieses mal war die Chemo echt langweilig. Wir sind ja immer zu viert im Zimmer und neben zwei scheintoten Omas und einer etwas deprimierten wortkargen Patientin kommt irgendwie nicht so wirklich Stimmung auf. Die letzten beiden male wars wirklich lustig. Aber ich bin ja immer wieder mit anderen Patientinnen zusammen, da die meisten alle 3 Wochen kommen und ich alle 2 (siehe gestern). Dann hab ich heute eben die Schwester zugetextet. Ich hab wirklich ein Redebedürfnis während der Chemo. Für Friedhofsstimmung ist es ja noch zu früh;)

Hier noch ein Link zu einem Artikel einer jungen mutigen Krebskämpferin. Ich finde ihre Einstellung zur Krankheit super und ich erkenne mich in vielen Dingen wieder, die sie schreibt:

http://hausleben.org/drei-wuensche-habt-ihr-frei/

Leider gibt es auch so doofe Momente. Ich tausche mich eigentlich gerne in einem Brustkrebsforum mit anderen Betroffenen aus. Das tut mir auch gut. Nur gestern Abend….. Da hat eine einfach nen richtigen Mist geschrieben. So nach dem Motto: wenn man so jung die Erstdiagnose kriegt stirbt man sowieso irgendwann am Krebs. Herzlich Willkommen im Porzellanladen, Frau Elefant. Erstens total unsensibel und zweitens einfach NICHT wahr. Diese Hobbyonkologen nerven und haben in so einem Forum überhaupt nichts verloren. Das ganze hat mich so geärgert, dass ich heute Nacht fast nicht geschlafen hab. Das Kortison hat da noch sein übriges getan. So müssen die Wechseljahre sein 😀 (ich sag nur: Hitzewallungen) Aaaaaaber scheiß doch drauf! Selbst wenn es so eine Statistik gäbe: hier mal meine Gedanken zum Thema Statistik:

Ich bin 22 Jahre alt. Ich habe einen spontanen Brustkrebs. Das heißt, er ist nicht erblich bedingt. Statistisch gesehen ist das unmöglich. Ist aber trotzdem passiert. Was lernen wir daraus: für mich funktioniert Statistik nicht 😉 Das kann einem Angst machen. Mich erleichtert es total. Ich bin an keine Zahlen gebunden und das befreit! Mich hat also nicht der Inhalt der Aussage geärgert, sondern diese unsensible Art.

funny

So! Genug geschumpfen für heute Madame! Das alles hält mich nicht davon ab, ab heute wieder mit 150% meiner Kraft an der Antikrebsfront zu kämpfen. Ich werde sowas von gesund sein! Ihr werdet sehen.

Liebe Grüße aus dem Schützengraben (alias: Bett und Sofa 😀 )

 

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Ein Kommentar zu “Liebe Grüße von der Chemofront

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