Shave me, Baby

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Heute scheint die Sonne und natürlich gehts mir gleich viel besser. Ich hab heut auch gleich einen neuen Gammelplatz gefunden: draußen dick in Decken eingepackt im Liegestuhl. Ich seh aus wie eine Raupe 😀 (der Teppich ist grün, das machts nicht besser). Trotzdem ist es hier draußen super schön. Vorhin kam eins der drei kleinen Igelbabys von dem Igel, der schon seit Jahren hier bei uns im Garten lebt, um die Ecke. Soooo süß! 😉

Habt ihr meine Diashow mal rückwärts laufen lassen (die in der Seite „Vorsicht Röntgen“)? Das macht total happy! Am Anfang die Chemoleiche und am Ende eine gesunde junge Frau.

Da steht auch, ich hätte mir mit dem Rasierer die Stoppelglatze geschnitten. Das stimmt. Wie das genau war?

Wie aus Maxi Glatzimaxi wurde – oder: wie Rapunzel ihr Haar herunter lies

Ziemlich schnell nach der ersten Chemo gings los: ich bin morgens aufgewacht und hatte das Gefühl, mir würden 1000 Ameisen über den Kopf krabbeln. Es waren natürlich keine Ameisen. So schrecklich sind die hygienischen Zustände in meiner Wohnung noch lange nicht. Nein, das war viel mehr das typische Zeichen für Haarausfall. Dann in der Dusche vielen mir so viele aus und die Kopfhaut fühlte sich unglaublich komisch an. Und wie das eben bei manchen Dingen so ist: wenn der Haarausfall einmal anfängt dann ist er nicht mehr aufzuhalten. Die Glatze ist dann unabwendbar. Eine Gewissheit. Dann hat man zwei Optionen. Entweder man wartet, bis einem alle Haare ausfallen und hat dann teilweise lange Haare und teilweise Glatze, oder man rasiert sich den ganzen Mist ab und wartet, bis die stoppeln alle noch ausfallen. Sich eine richtige Glatze zu rasieren sollte man besser lassen -die Kopfhaut ist dann so empfindlich, dass der Rasierer ein wahres Schlachtfeld hinterlassen würde. Was am besten ist, entscheidet lieber jeder für sich.

Für mich war die 2. Option definitiv die richtige: Headshaveparty. Das hatte für mich etwas mit Kontrolle zu tun. Die entglitt mir nämlich langsam aber sicher. Wann die Haare gehen, sollte meine Entscheidung bleiben. Und das habe ich dann auch gemacht.

Dass das nicht der tollste Tag in meinem Leben war, das könnt ihr euch wohl denken. Aber im Nachhinein bin ich froh, dass ich es so gemacht hab. Inzwischen sind meine Glatze und ich dicke dicke Freunde 😀 Ohne Witz, ist zwar nicht das Optimum, aber ich habs mir so viel schlimmer vorgestellt.

Fazit: Wenn man etwas machen muss, dann kann man das auch irgendwie! Du könnest dir nie die Haare abrasieren? Ich wette doch. Extreme Situationen erfordern eben extreme Maßnahmen 😉

Oh mein Gott, da kommt schon wieder dieser unglaubliche Igel!!! Vielleicht würden mir solche Stacheln auch stehen? 😀

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2 Kommentare zu “Shave me, Baby

    • Das ist bei jedem anders und auch von der Chemo abhängig, die man kriegt.

      Also bei mir sind es die Kopfhaare, die Wimpern fangen langsam aber sicher auch an auszufallen (die Klebe ich mir an, das sieht man fast gar nicht) und die Körperhaare wachsen auch nicht mehr nach. Die können von mir aus auch weg bleiben 😀

      Die Augenbrauen sind also bis jetzt die Tapfersten (und das bleibt hoffentlich auch so 😉 )

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