Komatrinken in der Chemoambulanz

geht-aufs-hausWas haben Chemopatienten und Alkoholiker gemeinsam?

-Sie reden immer übers Trinken 😉

Klappt es bei dir auch nicht mit dem Trinken? Das, was ein Alki zu viel trinkt, trinkt ein Chemomensch zu wenig (also Mengenmäßig gesehen). Die Masse an Giftsubstanzen, die dem Körper zugeführt werden, ist wohl ähnlich. Chemonebel ist ja irgendwie auch ein Rausch 😉 Pünktlich zum Wochenende ist das doch eigentlich auch mal ein passendes Thema. Meine neue Stammkneipe: die  Chemoambulanz. Was dort so toll ist?

Nicht lang schnacken -Port anpacken. Trinken bis der Arzt kommt.

In meiner Stammkneipe gibt es total freundliches Personal. Man trifft dort immer wieder die selben Menschen und die sind mir total ähnlich. Da führt man die besten Gespräche -über Haarpflegetips und so. Ein Stammplätzchen habe ich natürlich auch. Generell bin ich in letzter Zeit so oft dort, dass ich gerne eine Zehnerkarte beantragen würde. Beim 10. Stempel muss dann irgendwas tolles passieren. Vielleicht kleine Kätzchen in der Chemoambulanz? Das würde sich bestimmt total positiv auf die Psyche der Patienten auswirken! Und mein Portkater würde sich nicht mehr so einsam fühlen. Wäre da nur nicht diese dumme spießige Spaßverderber-Hygienevorschrift….

Was natürlich das ultimative Sahnehäubchen ist: die Getränke gehen aufs Haus!! Wo bitte findet man sowas denn noch? Und ich muss es nicht mal trinken. Das ganze wird mir direkt in die Vene reingepumpt. Ich find das klasse. Dann hab ich den Mund immer schön zum Quatschen frei und zwei Hände zum heftig Gestikulieren. 😉

Das einzige, was ich für meinen Geschmack vielleicht ändern würde, ist das Interieur. Ein bisschen Farbe auf den Wänden und etwas weniger Krankenhausflair wären schon gar nicht schlecht. Vielleicht sollte ich da mal so eine Überraschungshandwerkersendung hinschicken…. Kennt ihr die? Die die dann in ein paar Stunden alles umbauen und man dann möglichst überzeugend so tun muss, als würde man sich freuen, dass das eigene zu Hause mal so richtig auf den Kopf gestellt wurde und als ob einem diese schreckliche quitschefroschgrüne Wand gefällt. Das würde dann aber vielleicht doch Ärger geben, wenn die Infussionsständer usw. nicht in das Raumkonzept passen würden und drum auf einmal nicht mehr da wären. Naja, die kleine Stammkneipe muss ja auch keine perfekt gestylte Szenebar sein. Da fühlt man sich oft ja auch gar nicht so wohl. Und wer weiß, was passieren würde, wenn die dort auf ein mal einen Türsteher hätten? „Du hasch Haare? Kommsch du ned rein, Lan.“

Aktuell stehen noch 3 Chemos aus-Endspurt würde ich mal sagen. Und falls doch noch etwas dazu kommt:

Schreiben Sies auf meinen Deckel, Frau Schwester! 😉

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