Komm, mein Mädchen. Reich mir deine Hände.

2015/01/img_6396-2.jpg Das Foto entstand an dem wunderschönen Nachmittag bei Nana-Recover your Smile e.V.. Wie es dort war, könnt ihr hier gerne noch einmal nachlesen:

https://glatzimaxi.wordpress.com/2014/11/10/bitte-lacheln/

zur Website des Vereins geht es hier:

http://www.recoveryoursmile.org


Komm, heute rebellieren wir. Wir lehnen uns auf. Lass uns den Aufstand proben. Gegen Tod und Krankheit. Lass uns trotzige Glatzenpunker sein, stille Widerstandskämpfer, ganz egal…

Komm, lass uns kämpfen. Gegen die Fremdkontrolle über uns, gegen die Angst. Wir sind frei! WIR entscheiden, ob wir versklavt werden. Lass uns einfach aussteigen aus diesem System und es zerstören. Machen wir fertig, was uns fertig macht! Werfen wir dem Krebs mit Brustprothesen die Scheiben ein. Lass uns Sitzstreiks in der Chemoambulanz machen! Los, basteln wir Molotowcocktails aus Perücken. Gehen wir demonstrieren gegen den Dreckskerl. Unser Feind ist nicht die Therapie, ist nicht unser Körper. Unsere Feinde sind nicht wir selbst, sind nicht unsere Tränen. Unser Feind ist die Krankheit. Lass uns nie vergessen, wer unser Feind ist. Die Chemo tut weh, aber sie ist nicht das, was uns zerstören will. Die Krankheit will unser Diktator sein. Sie will uns unterdrücken, uns unsere Lebenskraft nehmen. Noch schlimmer -unseren Lebenswillen. Sie will uns einsperren, uns aussaugen. Uns alles nehmen. Aber wir machen da nicht mit. Denn eins ist sicher: keiner rennt so schnell, wie jemand, der um sein Leben rennt. Den kann keiner einholen. Die Krankheit sitzt fett und bequem im gemachten Nest und kann niemals die Kraft aufbringen, die wir haben. Sie kann uns nicht einholen, nicht bezwingen. Wir rennen um unser Leben. Es geht um alles oder nichts. Um alles. Komm, lass uns rennen. Lass uns kämpfen! Komm, ich nehm dich an die Hand und wir gehen zusammen zur Chemo. Lass uns diesen Kampfgeist in alle Bestrahlungszentren der Republik Tragen, zu jedem MRT, zu jeder Mammographie. In jede Praxis und jedes Krankenhaus. Wir tun das BEWUSST! Es ist unser Weg, unsere Therapie, unser Kampf. Wir stellen uns gegen das, was uns kaputt macht und uns aussaugt. Wir sind Menschen, nicht unsere Diagnose. Lass uns nie vergessen: solange es irgendeine Infusion gibt, eine Tablette, eine Spritze oder irgendeine Behandlungsmethode, solange gibt es Hoffnung für uns! Solange rennen wir. Und hören unsere Herzen dabei immer lauter schlagen und dann merken wir: wir sind am Leben, jeden Tag. Und das ist unsere persönliche Rebellion…. gegen den Krebs und gegen den Tod -zusammen

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3 Kommentare zu “Komm, mein Mädchen. Reich mir deine Hände.

  1. Liebe Maxi,

    ein starker, mutiger Text, der deine Kraft und Entschlossenheit widerspiegelt. Sehr gut gelungen – da will man sich direkt mit wehenden Fahnen anschließen. Und was für ein wundervolles Bild *__*

    Liebste Grüße
    Jacy

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  2. Und wenn die Kraft alleine nicht ausreicht, nehme ich dich auf meine Schultern und wir rennen gemeinsam. Gemeinsam werden wir den Marathon deines Lebens gewinnen. Die Zielfahnen sind schon gehisst. Auf ihnen steht “ Prognose Leben“!!!!

    Bussi ❤

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  3. Ein tolles Bild und tolle kraftvolle Worte ! Ich werde es für andere Bereiche meines Lebens nutzen, ich habe keinen Krebs …..wenn man dann sieht wie auch liest welch lebensfreude Ihr trotz der Krankheit habt schämt man sich selbst sehr dass man oft über Belangloses jammert wow Respekt an Alle die eine schwere Krankheit haben und kämpfen!

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