Portofrei in Richtung Zukunft

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So, also erst einmal kurz zu letztem Mittwoch: es lief überraschend gut. Die Entscheidung, wann die andere Brust operiert wird, liegt komplett bei mir. Aber die Ärztin hatte so gute Argumente, dass ich mir gar nicht mehr sicher bin, was ich jetzt eigentlich will. Das ist aber nicht schlimm. Jetzt kann ich sowieso nicht operiert werden.

Als das Portkaterchen sich die Stiefel anzog und sagte „Fuck this shit, I’m out.“

Anfangs war die Beziehung zwischen meinem Portkaterchen und mir ja eher nicht so toll. Aber mit der Zeit wurde aus einem stillen Miteinander eine enge Freundschaft und ich hatte mein Stubentigerchen wirklich gerne. Immer wenn man ihn gebraucht hat war er brav an seinem Platz ,hat geschnurrt wenn er angepiekst wurde und hat alles geduldig ertragen. Im Gegenzug dazu hab ich ihn Regelmäßig mit Chemo, NaCl, Normofundin, Schmerzmitteln, Heparin usw. gefüttert (er war leider sehr drogenabhängig).

Tja und am Freitag war es dann aus mit der trauten Zweisamkeit. Das Katerchen musste gehen. Irgendwann hat es sich den Goldenen Schuss gesetzt und das wars dann. Es wollte irgendwie nicht mehr und auch ich hatte einfach keine Lust mehr, es regelmäßig zu füttern. Die Ärzte waren auch der Meinung, bevor das Katerchen eine richtige Thrombose heraufbeschwört und ich zu faul bin, es alle 3 Monate mit Heparin zu füttern, würde uns etwas Abstand wirklich gut tun.

Und so kam es dann auch. Das Katerchen zog sich die Stiefel an und ohne viel Worte war es dann weg. Am Anfang hat das ziemlich weh getan aber inzwischen muss ich sagen, dass das eine wahnsinnige Erleichterung ist.

Sei glücklich Portkaterchen, wo auch immer du gerade bist (bestimmt im Sondermüll).  Danke für alles ❤

Jap, seit Freitag bin ich portfrei 🙂 Die „OP“ (naja, Op ist was anderes) ging tatsächlich 1,5 Stunden, lief aber total glatt. Jetzt ist der Port weg und das heißt: keine Chemo mehr! Ganz ganz sicher. Das ist herrlich. So ein befreiendes Gefühl. Morgen geht es weiter: erstes Gespräch in der Strahlentherapie. Ich habe aber schon Mittwoch erfahren, dass es nicht 30 sondern 35 Bestrahlungen werden. Also auf eine Woche kommts dann irgendwie auch nicht mehr an 😉

Ach, und wer jetzt nur noch große Fragezeichen in den Augen hat und denkt, ich hätte heute zu tief ins Tramadol-Glas geschaut: https://glatzimaxi.wordpress.com/2014/10/16/katzenjammer/

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2 Kommentare zu “Portofrei in Richtung Zukunft

  1. So ohne Port hat was. ich habe mir den Meinigen damals auch so schnell wie möglich rausmachen lassen. Für mich stand auch fest, völlig egal was noch kommt, eine Chemo die einen Port benötigt mache ich nicht mehr.
    Die Narbe kann man mit guter Hautpflege und Massage, fast weg bekommen 😉

    lg sue

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  2. Ich hab meinen Port behalten – als Erinnerung! Sie haben ihn mir aber zum Glück vorher noch sauber gemacht…! 😉
    Empfand es auch als befreiend, als er endlich draußen war. Hatte ihn noch fast ein Jahr nach der Chemo. Für den Fall eines Rückfalls. Wenn die Ärzte ihn dir jetzt schon rausoperieren, ist das bestimmt ein gutes Zeichen! Ich drück dir die Daumen!

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