Yoga für Einhörner

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Sport ist ja echt wichtig, um gesund zu bleiben. Das meine ich jetzt ausnahmsweise mal nicht ironisch. Nach neuesten Studien bringt Sport so viel wie meine Antihormontherapie und gut für die Psyche und die Optik ist es natürlich auch. Tolle Sache also.

Dass ich neuerdings wie eine bekloppte ins Fitness Studio renne, dürfte einigen ja bekannt sein und jap, sogar im Urlaub waren wir im Fitnessraum (wir haben extra ein Hotel mit gebucht). Mein Gott ich widere mich selbst an wenn ich das lese 😀 😀 Streeeeeber! Keine Angst, ich bin nicht auf dem Mega-Super-Fitness-Trip, dafür trinke ich viel zu viel Alkohol. Und dazu stehe ich auch. Wie sagt man so schön? Wer Sorgen hat, hat auch Liqueur und wer Krebs hatte, der hat eine ganze Schnapsbar.

Jedenfalls ist eins ja total im Trend während und nach Krebstherapie: die To-Do-Liste für den Krebspatienten von heute wird nach wie vor unumstritten von Stricken und Häkeln angeführt. Aber wer wirklich up-to-date sein will und etwas auf sich hält, der macht jetzt Yoga. Yoooogaaaa…. angeblich Quell unendlicher Entspannung und psychischer Heilung. Klingt gut. Nur leider sind die Yogakurse bei mir im Studio immer in aller Herrgottsfrüh. Heute hab ich es tatsächlich geschafft, mich dahin zu schleppen.

Tja 😀 Die Stimmung war schon vor dem Kurs auf ihrem Höhepunkt angelangt, als die Zeit nicht mehr für den Morgenkaffee gereicht hat. „Was schleppst du dich so früh hier her. Du bist doch echt nicht ganz sauber.“ meldete sich die beleidigte innere Stimme. Aber ich hab so ein komisches Motto verinnerlicht, nach einem Vortrag in der Reha. Die chronische Erschöpfung geht nur von Bewegung weg. Gar nicht so leicht, wenn man einen inneren Schweinehund in Größe einer ausgewachsenen Deutschen Dogge mit sich rumschleppt. Deshalb mein neuer Leitspruch „Keine Gnade. Krebs ist keine Ausrede, du Weichei.“

Also was mich schonmal voll gestört hat: alle waren Barfuß. Ich HASSE Füße. Das ist wahrscheinlich etwas abnormal, aber ich finde Füße einfach total widerlich. Und dann gings los…. DAS soll Entspannung sein? Ich hatte Stress!!!! Die Yogalehrerin hetzte uns von einer Stellung in die andere und ich hatte nicht Ansatzweise das Gleichgewicht und die Muskeln das durchzuhalten. „So jetzt gehen wir vom aufschauenden zuerst mit dem rechten Bein über die Zehenrolle in den herabschauenden Hund. Dann in den Blitz und jetzt zur Seite hin öffnen, beide Beine in die Luft und beim Ausatmen freihändig in den Kopfstand. Dabei sind wir ganz bei uns selbst und lassen uns von nichts ablenken“ -willst du mich verarschen? 😀 So oder so ähnlich war das. Ich war schon total überfordert damit, über die tollen Namen der Stellungen nicht zu lachen. Den Rest hat mir dann aber die zwanghafte Atmung gegeben. „Jetzt atmen wir tieeeef ein und dann das und jenes und dies….“ und ich saß nur da und habe still gebetet, sie würde doch eeeeeeeendlich das Kommando zum Ausatmen geben. Was für ein Lungenvolumen hat die Frau, dass sie so wenig atmet????

Also ehrlich gesagt: Yoga und ich werden keine Freunde. Nein nein nein im Leben nicht. Ich finde es toll, wenn das jemand macht und kann. Um mich rum hatte keiner wirklich Probleme damit. Bei denen sah das echt gut aus. Und zwischen drin ich: so gelenkig und grazil wie eine Seekuh 😀

Naja, was solls. Man muss nicht mit jedem Trend mit gehen. Da mach ich lieber Zumba. Ich bin jetzt jedenfalls so entspannt wie 5 Minuten vor dem Matheabi. Hat sich voll gelohnt, so früh aufzustehen 😀

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